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Frage:
Wie kann die Performance für den DocuWare Desktop verbessert werden?

Lösung:
Die Standardwerte für die DocuWare Desktop Apps reichen für die meisten Szenarios ohne Probleme aus. Diese Werte werden regelmäßig von uns bewertet und optimiert. Bei einer starken Auslastung des DocuWare Desktops, zum Beispiel beim Importieren von tausenden von Dokumenten pro Stunde, ist jedoch eine Feinabstimmung notwendig. Dieser Artikel unterstützt Sie, um die optimale Performance für den DocuWare Desktop in diesen Fällen zu erreichen.

Generell empfehlen wir jedoch, die aktuellste DocuWare-Version mit dem letzten HotfixPack zu installieren.
  1. DocuWare Desktop Architektur Übersicht

    Der DocuWare Desktop ist in zwei Komponenten aufgeteilt - in eine Client- und eine Server-Komponente. Auf der Clientseite werden die DocuWare Desktop Apps installiert, während auf der Serverseite die DocuWare Desktop Server Komponenten installiert werden.
    Die DocuWare Desktop Apps und der DocuWare Job Server kommunizieren lediglich über http(s). Im DocuWare Desktop Service werden alle verarbeiteten Dokumente in "Jobs" zusammengefasst und verarbeitet.
    Diese Jobs existieren aus Zuverlässigkeitsgründen nicht nur im Arbeitsspeicher, sondern werden ebenfalls in einer Datenbank (.sdf-Datei) abgespeichert. Diese Art der Speicherung wurde bewusst gewählt um Dokumentverlust, auch bei einem Absturz des Rechners, vorzubeugen, selbst wenn dadurch die Perfomance etwas verringert wird.

    Die Desktop Apps (DocuWare Desktop Dienst) und der DocuWare Job Server teilen sich automatisch das Jobs-Verzeichnis, wenn sie auf demselben Rechner installiert sind. Dies hat den Vorteil, dass der Datentransfer vom DocuWare Desktop Dienst zum DocuWare Job Server wesentlich schneller ist, da der DocuWare Job Server auf dasselbe Verzeichnis und so auf die exakt selben Daten wie der Desktop Service zugreift.
    Nachdem das Dokument erfolgreich in DocuWare abgelegt wurde, sendet der Job Server eine Rückmeldung an den DocuWare Desktop Dienst. Erst dann wird dieses Dokument als "Erfolgreich" in der DocuWare Desktop Historie angezeigt und die Dateien aus dem Jobs-Verzeichnis entfernt.

    Läuft DocuWare Import auf einem Server und alle überwachten Verzeichnisse befinden sich lokal auf diesem Rechner bzw. der User, welcher dem DocuWare Desktop Service hinterlegt ist, hat Zugriff auf diese Verzeichnisse, dann müssen die DocuWare Desktop Apps nicht gestartet sein, um Dokumente über den DocuWare Import zu importieren. Der DocuWare Import wird auch dann die Arbeit fortsetzen, wenn die DocuWare Desktop Apps nicht gestartet sind oder niemand am System angemeldet ist. Es ist lediglich notwendig, dass der DocuWare Desktop Service gestartet ist.
  2. Für ausreichend Ressourcen sorgen
    Das Ausführen der OCR und das Verarbeiten von Tausenden von Dokumenten benötigt ausreichend Ressourcen. Achten Sie deshalb darauf, dass ausreichend Ressourcen zu Verfügung stehen.

    Wenn DocuWare Import auf einem dedizierten Server läuft, werden die folgenden Ressourcen empfohlen:
    - CPU Kerne: 4 (3,2 GHz)
    - RAM: 8 GB

    Wenn DocuWare Import gemeinsam mit den DocuWare Komponenten auf einem Server installiert läuft, werden die folgenden Ressourcen empfohlen:
    - CPU Cores: 8 (3,2 GHz)
    - RAM: 16 GB

    Bitte prüfen Sie ebenfalls die Systemvoraussetzungen für die von Ihnen eingesetzte DocuWare Version:
    Systemvoraussetzung (6.7)
    Systemvoraussetzung (6.8)
    Systemvoraussetzung (6.9)
    Systemvoraussetzung (6.10)
    Systemvoraussetzung (6.11)
    - Systemvoraussetzung (6.12)

  3. Verwenden einer schnellen Festplatte
    Während der Arbeit vom DocuWare Desktop gibt es viele Zugriffe auf die Festplatte. Eine der einfachsten Methoden, um eine Performance-Verbesserungen zu bewirken, ist es das Verzeichnis %ProgramData%\DocuWare\Jobs\ auf eine SSD-Festplatte zu legen.
     
  4. Deaktivieren von Antivirus Echtzeitschutz
    Es gibt eine Menge verschiedener Antivirus-Softwares. Die meisten davon schützen das System durch einen Echtzeitschutz, der das System stark verlangsamen kann. Bitte schließen Sie deshalb die folgenden Verzeichnisse sowie die URL aus:
       - %ProgramData%\DocuWare\*
       - %TEMP%\DocuWare\*
       - %LOCALAPPDATA%\DocuWare\*
       - DocuWare HTTP Base URL: e.g. http://<servername/IP>/DocuWare/*

     
  5. Importieren aus lokalen Verzeichnissen
    Sollen viele kleine Dateien aus Netzwerkverzeichnissen importiert werden, kann dies ebenfalls zu Performance-Verlust führen. Es ist in diesem Fall besser, die Dokumente aus lokalen, freigegebenen Verzeichnissen, welche vom DocuWare Desktop Dienst überwacht werden, zu importieren.
     
  6. Reduzieren Sie unnötigen Aufwand von Text- und Barcode-Erkennung
    Einer der "teuersten" Arbeitsschritte bei der Dokumentverarbeitung ist die Text- (optical character recognition (OCR)) und die Barcodeerkennung. Für DocuWare On-Premises-Systeme wurde für den DocuWare Import eine Option implementiert, um diese Arbeitsschritte auf ein Minimum zu reduzieren und somit unnötigen Aufwand von OCR und Barcode-Erkennung zu vermeiden.
    Diese Option wird in DocuWare Printer Konfigurationen nicht unterstützt, da die OCR hier für die automatische Konfigurationserkennung benötigt wird. Für DocuWare Cloud-Systeme wird diese Option ebenfalls nicht angeboten. Um diese Option zu aktivieren, muss der Haken für "Automatische Text- und Barcode-Erkennung nur bei Bedarf ausführen" gesetzt sein:


     
  7. Desktop Apps Parameter optimieren
    Sollten Sie die DocuWare Version 6.9 im Einsatz haben, lassen sich die Desktop Apps Parameter einfach mithilfe der sogenannten Overrides Dateien optimieren (Dieses Feature wird ab der DocuWare Version 6.9 unterstützt)
    1. Laden Sie die Dateien DocuWare.DesktopService.exe.config.overrides und DocuWare.Desktop.exe.config.overrides herunter: DWDesktop_Overrides_ImportServer.zip
    2. Stoppen Sie die DocuWare Desktop Apps und den DocuWare Desktop Service
    3. Kopieren Sie die Dateien in das DocuWare Desktop Programmverzeichnis
      x86: C:\Programme\DocuWare\Desktop\ 
      x64: C:\Programme (x86)\DocuWare\Desktop\
    4. Starten Sie den DocuWare Desktop Service und die DocuWare Desktop Apps. Die neuen Einstellungen sind anschließend sofort aktiv.

      Bei der Verwendung der Overrides Dateien bleiben die Einstellungen auch nach einem DocuWare Upgrade bestehen.


Für die DocuWare Versionen 6.7 und 6.8 müssen die Einstellungen manuell angepasst werden:

  1.  Anzahl der parallel zu verarbeitenden Aufträge erhöhen
    Der DocuWare Desktop Service bearbeitet standardmäßig zwei, der DocuWare Job Server acht Jobs parallel. Diese Standardwerte lassen sich verändern. Es wird empfohlen, den Wert nicht höher als zwei Mal der Anzahl der realen Prozessor-Kerne zu erhöhen. Zum Beispiel sollte bei einer Intel i7 Maschine der Wert nicht höher als auf acht Jobs gesetzt werden, da dies sonst genau den gegenteiligen Effekt haben könnte und die Performance dadurch schlechter werden kann.
    Diese Einstellung kann in der Datei DocuWare.DesktopService.exe.config im Abschnitt <appSettings> vorgenommen werden.

    <appSettings>
       ...
          <add key="
    ConcurrencyMaximum" value="8"/>
       ...
    </appSettings>

     
  2. Warteschlange des Import Jobs vergrößern
    Sie haben vielleicht festgestellt, das der DocuWare Import nicht sofort alle Dateien aus den überwachten Verzeichnissen für die Verarbeitung abholt. Dies liegt daran, dass ab der DocuWare Version 6.8 immer zehn Dokumente und in der DocuWare Version 6.7 immer fünf Dokumente in die Warteschlange des DocuWare Desktops geladen werden. Da die Anzahl der Dokumente in der Warteschlange nicht ständig geprüft wird, kann es dazu kommen, dass diese bereits leer ist, bevor neue Dokumente aus dem überwachten Verzeichnis in die Warteschlange geladen wurden. In schnellen Systemen kann dies die Performance stark beeinflussen, da Leerlaufzeiten möglich sind. Abhänging von der Performance des Systems kann es aus diesem Grund helfen, die Warteschlange auf bis zu 100 Dokumente zu erhöhen.
    Diese Einstellung kann in der Datei DocuWare.DesktopService.exe.config im Abschnitt <appSettings> vorgenommen werden.

    <appSettings>
       ...

          <add key="EnqueueLimit" value="50"/>
       ...
    </appSettings>
     

    In der DocuWare Version 6.7 heißt dieser Parameter noch ‘HotfolderEnqueueLimit’.

     
  3. Ändern der Benachrichtigungsstufe
    Standardmäßig wird für jeden DocuWare Desktop Job eine Benachrichtigung über das DocuWare DesktopTray-Icon angezeigt. Dies liegt daran, dass das "TrayNotificationLevel" auf dem Wert "Info" steht. Durch diese Benachrichtigung wird die Performance reduziert. Um dies zu verhindern, können Sie die Benachrichtigungsstufe für den DocuWare Desktop ändern.
    Diese Einstellung wird in der Datei DocuWare.Desktop.exe.config im Abschnitt <appSettings> vorgenommen.

    <appSettings>
       ...

          <add key="TrayNotificationLevel" value="Warning"/> <!-- allowed values : Nothing, Error, Warning, Info -->
       ...
    </appSettings>
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